Otto Theodor Rudolf Heichert (1868–1946) wurde in einfache Verhältnisse in Gröningen bei Magdeburg geboren und zeigte schon früh großes zeichnerisches Talent. Mit 14 Jahren kam er an die Kunstakademie Düsseldorf, wo er von bedeutenden Malern wie Wilhelm Sohn geprägt wurde. Nach einem Studium in Paris arbeitete er hauptsächlich als Genre- und Porträtmaler für das wohlhabende Bürgertum und heiratete später Gräfin Margarethe von Helldorf.
Als Professor an der Akademie in Königsberg (1902–1918) schuf Heichert zahlreiche Werke mit sozialkritischen Themen und war im Ersten Weltkrieg als Kriegsmaler tätig. Besonders bekannt ist sein monumentales Fresko *„Empfang des Salzburger Emigrantenzuges durch König Friedrich Wilhelm I.“* von 1912, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Er erhielt mehrere nationale und internationale Auszeichnungen und war mit Künstlern wie Max Liebermann und Lovis Corinth bekannt. Nach seinem Tod geriet er zeitweise in Vergessenheit, bis sein Enkel Elk Michael Berger sein Werk sammelte und eine umfassende Retrospektive ermöglichte.
Quellen